2012 | entsummt-unsummed, Zwischenebene Rudolfplatz Köln

raumfaltung-summen-rudolfplatzBildschirmfoto 2012-11-01 um 16.27.39

 

 

 

 

 

 

im Rahmen von Visual Sounds
www.gerngesehen.de

2012 | Kompetenz für nukleare Erzählung

Kritische Masse

Eine performative Expedition von wandernden Künstlerforscherinnen zogen von 27.8. bis 3.9.2012 durch das Münsterland: von der Atomanreicherungsanlage in Gronau zum Zwischenlager in Ahaus.

Neo(n)mythologische Expedition im Münsterland

Atomare Strahlung sieht, hört und riecht man nicht, für die menschlichen Sinne ist sie ein nicht wahrnehmbares Phänomen. Alte (und neue) Mythen ranken sich um solche, nicht ohne Hilfsmittel wahrnehmbare Vorkommen, erzählen die Faszination des Unsichtbaren und Unmöglichen. So wird Unsichtbares erklärbar und leichter in das menschliche Verständnis einzuordnen. Mythen eignen sich Unerklärbares an, üben Macht aus, indem sie Bilder finden wo keine waren und an diese und sich glauben machen.

Ziel der neo(n)mythologischen Expedition ist es, mythologische Erzähl- und Sichtbarmachungsstrategien im Münsterland aufzuzeigen und zu entwickeln. Unsichtbares kann Inspiration für Erzählung sein, es stellt sich jedoch bisweilen auch als messbar heraus. Das Sammeln und Entwickeln von Münsterländer Mythen wird dem Sammeln von messbaren Daten gegenübergestellt und verwebt so den Protest gegen die Energiegewinnung aus Uran mit Methoden der Mythologie zu einer kollektiv neu formulierten, lokalen Erzählung des Atomzeitalters. Beides – Mythen und ermittelte Daten – werden auf einer neo(n)mythologischen Karte des Münsterlandes festgehalten. So wollen wir verhärtete Diskurse aufweichen und neue Standpunkte ermöglichen.

Die Expedition greift die Bewegungsform der Demonstration auf – eine Wanderung auf einer festgelegten Strecke mit einem goldenen Flügelwagen, der vor Strahlung schützt. Unterwegs hinterlassen wir unsere Spuren durch bunte Markierungen. Gespräche mit AnwohnerInnen und performative, mythische Besetzungen und Verwehungen sind die einzelnen Stationen des Weges. Diese Markierungen können von anderen Wandernden gefunden werden, die der neo(n)mythologischen Karte folgen oder zufällig vorbeikommen.

www.stiftung-kuenstlerdorf.de

 

Bildschirmfoto 2014-11-14 um 11.12.32 AM

 

 
 

ErsteseiteMythos

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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